Bundespreis UMWELT & BAUEN für vorbildlichen Umgang mit Bestandsgebäuden verliehen

Gebäude und Bauprodukte setzen Maßstäbe für das Bauen im Bestand


Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum, Quelle: Philipp Garschk
Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum, Quelle: Philipp Garschk

Bauen im Bestand ist vielfältig und bietet großes Potenzial für den Umwelt- und Klimaschutz. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt zeichnen mit der Verleihung des Bundespreises UMWELT & BAUEN Projekte aus, die Nachhaltigkeit und wertschätzende Architektursprache zukunftweisend miteinander verknüpfen.

Der Bundespreis UMWELT & BAUEN geht an drei Gebäude: In der Kategorie Wohngebäude erhält den Preis das Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum in Heidelberg. Die Mehrzweckhalle Ingerkingen und das Integrative Familienzentrum in Dresden werden in der Kategorie Nichtwohngebäude ausgezeichnet.

Die Projekte könnten kaum unterschiedlicher sein: Eine ehemalige Kaserne wurde in sozialen Wohnraum umgewandelt, eine Sporthalle zu einer Mehrzweckhalle und eine verlassene Schokoladenfabrik ist nun ein Familienzentrum. Allen gemeinsam ist ihr wertschätzender Umgang mit dem Gebäudebestand und der Baukultur. Trotz enger Budgets entstanden so Gebäude, die in ästhetischer, funktionaler und nachhaltiger Hinsicht überzeugen. Zudem gab es zwei Sonderpreise für Bauprodukte und Innovationen.


Mehrzweckhalle Ingerkingen, Quelle: Brigida Gonzales
Mehrzweckhalle Ingerkingen, Quelle: Brigida Gonzales

Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte die Bedeutung des Bauens im Bestand von Bestandsgebäuden für den Umwelt- und Klimaschutz: „Die Frage, wie wir bauen, macht für die Umwelt einen großen Unterschied, denn dabei geht es um enorm viele Ressourcen, um klugen Materialeinsatz und um Energieeffizienz. Die ausgezeichneten Projekte sind dafür Vorbilder, weil sie erfolgreich zeigen, wie gute Architektur und Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft kombiniert werden können. Nachhaltiges Bauen ist dabei vor allem nachhaltiges Umbauen. Denn Weiternutzung, Um- und Ausbau von Gebäuden sparen wertvolle Ressourcen.“

Preisträger Bundespreis UMWELT & BAUEN 2026

Kategorie Wohngebäude

Wohn- und Gemeinschaftsprojekt Collegium Academicum | Heidelberg | gerstner + hofmeister architekten

Kategorie Nichtwohngebäude

Mehrzweckhalle Ingerkingen | Atelier Kaiser Shen

Integratives Familienzentrum | Dresden | Alexander Poetzsch Architekturen

Sonderpreis für Bauprodukte, bautechnische und digitale Innovationen

Lehm-Dünnbettmörtel | ClayTec

Modernisierung des Bürogebäudes Z2.0 | Stuttgart | Ed. Züblin AG


Integratives Familienzentrum, Quelle: Johann Husser
Integratives Familienzentrum, Quelle: Johann Husser

Weitere Informationen unter https://bundespreis-umwelt-bauen.de/

Die Jury

  • Rita Schwarzelühr-Sutter Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (Vorsitzende)

  • Prof. Christa Reicher Professorin für Städtebau und Entwerfen an der RWTH Aachen (Vorsitzende)

  • Dr. Tanja Brockmann Referatsleiterin im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung – BBSR

  • Dr. Rolf Buschmann Vorstandsvorsitzender natureplus


    Lehm-Dünnbettmörtel, Quelle: ClayTec GmbH & Co. KG
    Lehm-Dünnbettmörtel, Quelle: ClayTec GmbH & Co. KG
  • Prof. Dr. Lilian Busse Vizepräsidentin des Umweltbundesamtes

  • Bernd Düsterdiek Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebunds

  • Andrea Gebhard Präsidentin der Bundesarchitektenkammer

  • Dr. Christine Lemaitre geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges BauenDGNB

  • Emre Onur Chefredakteur der db deutsche bauzeitung

  • Prof. Eike Roswag-Klinge Leiter Natural Building Lab TU Berlin, Geschäftsführer ZRS Architekten


    Z2.0 Stuttgart, Quelle: Achim Birnbaum
    Z2.0 Stuttgart, Quelle: Achim Birnbaum
  • Susanne Wartzeck vormalige Präsidentin des Bunds Deutscher Architektinnen und Architekten – BDA

  • Dr. Melanie Weber-Moritz Bundesdirektorin des Deutschen Mieterbunds

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