Werner Lorenz lobt die Renaissance der Kultur des Reparierens und Günther Bachmann denkt, dass Europas Chance die grüne Transformation ist. Roland Krippner beschreibt, wie multifunktionale Kombinationen aus Grünfassaden mit z. B. PV-Modulen erprobt werden. Julian Lienhard, Florian Kaiser et al. zeigen, wie bei der Mehrzweckhalle Ingerkingen Bestandserhalt als Weiterentwicklung ungesetzt wird und Alessandro Tonnarelli stellt sein bezahlbares und ökologisches Stroh-Holzständer-Haus vor. Für eine Kreislaufwirtschaft basierend auf Material Recovery Rights plädiert Vanja Schneider. Über praktische Erfahrungen mit dem Gebäuderessourcenpass bei Züblin berichtet Stefan Holtkämper und Andreas Mendler führt in die normgerechte Anwendung von Lehmsteinmauerwerk ein. Dirk Monreal und Yvonne Greitemann sind überzeugt, dass kreative Kunstkonzepte die emotionale und kulturelle Qualität von Bestandsimmobilien verbessern. Schließlich stellt Moritz Kern mit dem Start-ups N1 Circular eine digitale Infrastruktur für die Kreislaufwirtschaft vor.

Lob der Reparatur
Das Reparieren ist eine alte Kulturtechnik. Erst die Fetischisierung des Neubaus in der Hochmoderne brachte mit allem Alten auch die Reparatur in Misskredit. Jetzt erfährt sie als wirkmächtige Nachhaltigkeitsoption die längst fällige Renaissance; Instandsetzung und Ertüchtigung sind in aller Munde. Es ist an der Zeit, die Reparatur als strategische Alternative zum Neubau ernst zu nehmen.

Weiterbauen als konstruktive Kulturtechnik
Die Mehrzweckhalle Ingerkingen nutzt Bestand als Ausgangspunkt für Transformation. Für die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle ermöglicht ein neues Holzdach den Erhalt von rund 60 % der Bausubstanz und verbindet konstruktive Logik mit architektonischer Form. So wird Bestandserhalt nicht als Reparatur, sondern als qualitative Weiterentwicklung verstanden.

Grünfassade plus: gebäude- und solartechnische Systeme
Grünfassade plus ist eine Kombination von Begrünung mit gebäude- und solartechnischen Systemen. Die experimentellen Arbeiten in interdisziplinären Teams zeigen große Potenziale solcher Zusammenfügungen. Mit dem funktionalen und gestalterischen Einsatz von Pflanzen in der Vertikalen lassen sich die Konzepte von multifunktionalen Lösungen im Bereich der Fassaden erweitern.
Inhalt
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Editorial
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Essay
- Lob der Reparatur 6–13
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Kolumne
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Meinung
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Übersichtsaufsatz
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Projektbericht
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Aktuell
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Infobericht
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Aktuell
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Infobericht
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Aktuell
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Aus der Industrie
- „Der EMICODE leistet Erhebliches für Wohngesundheit – und damit Nachhaltigkeit“ 61–65
- Hybrid-Dach kombiniert PU-Hartschaum und Zwischensparrendämmung 66–67
- JS16 Bürogebäude am Hubland:Multifunktionales Kühlsegel-System für höchsten Komfort am Arbeitsplatz 68–69
- Innovatives Regenwassermanagement und eine grüne Dachlandschaft am Postbahnhof in Berlin 70
- Moderner Komfort hinter historischen Mauern 71
- Neue Sockellösung im Kautschukportfolio von Interface 72
- Blau-Grüne Infrastruktur – die Schwammstadt als Lösung 72–73
- Rohrdorfer gründet neue Sparte Trockenbaustoffe 73–74
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Aktuell
- Sieben Schlüssel für eine erfolgreiche Wärmewende 75–76
- Bau Turbo kommunal: Verantwortung gefragt 75
- DGNB mit überarbeiteter Zertifizierung für Gebäude im Betrieb 77
- Biodiversität am Kipppunkt 78
- Gebäudemodernisierungsgesetz 2026 78
- UK Net Zero Carbon Building Standard 79
- Serielles Bauen 80
- Für eine Nachhaltige Architektur der Stadt 81
- Zukunft Stadt: Die globale und lokale Bedeutung von SDG 11 81
- Construct-X schafft die Datengrundlage für nachhaltiges Bauen 82
- Bauen für eine lebenswerte Zukunft - einfach, nachhaltig und resilient 82
- CO2-reduzierte und -reduzierende Materialien und Baustoffe 83
- Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur 2026 84
- WENIGER IST MEHR – Suffizienz im Architektur-, Stadt- und Landschaftsbau 86
- Wie gehtʼs, altes Haus? Gedanken und Fakten zur energetischen Sanierung 87
- Alexander Stumm stärkt ökologische Baukompetenz der TH Lübeck 88
