Conclay – der erste tragende Lehmstein nach DIN-Norm

Sieger der DGNB Sustainability Challenge 2024 Innovation

Zunehmend werden Lehmbaustoffe im Neubaubereich eingesetzt. Vorwiegend kommen Produkte für den Innenausbau wie Lehmbauplatten, Lehmputze und auch Lehmfarben zum Einsatz. Aspekte wie gesundes Raumklima und Nachhaltigkeit spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Der Einsatz von Lehmsteinen war bisher mangels Verfügbarkeit und geringer Tragfähigkeit hauptsächlich auf Bereiche der Instandsetzung begrenzt.

Mit Einführung der neuen Bemessungsnorm für tragendes Lehmsteinmauerwerk und der Entwicklung von industriell gefertigten tragenden Lehmsteinen kann das Bauen mit Lehm eine wirtschaftlich und ökologisch interessante Alternative zu den bisher etablierten Wandbaustoffen im Neubaubereich sein. Lehmsteine sind sehr nachhaltig, da im Vergleich zu anderen Massivwandbaustoffen bei der Herstellung nur sehr geringe Energiemengen notwendig sind. Darüber hinaus sind Lehmbaustoffe vollständig recycelfähig, sodass keine Industrieabfälle bei der Herstellung anfallen.

Conclay, der tragende Lehmstein der Firma KIMM, ist der erste formgepresste Lehmstein nach DIN 18945, der für tragendes Lehmsteinmauerwerk nach DIN 18940 eingesetzt werden kann. Durch die industrielle Fertigung sind die Conclay-Lehmsteine maßhaltig und verformungsstabil und weisen Festigkeiten im Bereich von 3 N/mm² bis 5 N/mm² auf.

Conclay wird zukünftig vorwiegend als Planstein hergestellt und vertrieben. Plansteine sind großformatige Mauersteine, die eine schnelle und effiziente Verarbeitung ermöglichen. Die Vermauerung der Conclay-Lehmsteine soll vergleichbar mit anderen Massivwandbaustoffen erfolgen. Mit einer Versetzhilfe können die großformatigen Steine, die bis zu 16 DF groß sein können, angehoben und mit Lehmdünnbettmörtel verklebt werden. Dieses Verfahren ähnelt der Verarbeitung von modernen Plansteinen aus Kalksandstein oder Ziegel und ist für erfahrene Bauunternehmen leicht umsetzbar.

Weitere Infos: https://lehmbaustoffe-conclay.de

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