Vom Nebenprodukt zur Ressource für klimafreundliches Bauen
Hanfstroh, lange Zeit als Abfall betrachtet, entwickelt sich zunehmend zu einem gefragten Rohstoff für die Bauwirtschaft. Die holzigen Schäben und Fasern der Hanfpflanze eignen sich hervorragend für ökologische Baustoffe wie Dämmmaterial, Leichtbausteine und Hanf-Kalk-Verbundstoffe. Diese Materialien punkten durch ihre hohe Wärmedämmung, Feuchtigkeitsregulierung und CO₂-Bindung – Eigenschaften, die sie zu einer klimafreundlichen Alternative zu konventionellen Baustoffen machen.
Neben ökologischen Vorteilen bietet Hanfstroh auch ökonomische Perspektiven: Die Nachfrage nach nachhaltigen Bauprodukten wächst, und Hanfstroh ermöglicht regionale Wertschöpfungsketten. Dennoch hemmt fehlende Infrastruktur wie Trocknungs- und Aufbereitungsanlagen den Ausbau. Länder wie Frankreich sind hier Vorreiter, während Deutschland noch Investitionen und politische Unterstützung benötigt.
Mit seiner Vielseitigkeit und positiven Umweltbilanz kann Hanfstroh eine tragende Rolle in der Transformation des Bauwesens spielen – hin zu ressourcenschonendem und klimaneutralem Bauen.
Hanfstroh als Rohstoff: Vom Abfallprodukt zum Schatz der Industrie
Leo Hartmann
Hanf Magazin (2025)


