Ökobilanzierung adaptiver Hüllen und Strukturen

Die Bilanzierung von Umweltwirkungen spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger und umweltfreundlicher Technologien und Konzepte. Dies gilt auch in der Entwicklung von Gebäuden mit adaptiven Hüllen und Strukturen und stellt darüber hinaus weitreichende Anforderungen an alle beteiligten Disziplinen. Die vollständige Integration der Ökobilanzierung in den Planungs- und Auslegungsprozess ermöglicht, Umweltwirkungen als Optimierungsgrößen in den komplexen, dynamischen Berechnungswerkzeugen einzusetzen. Die bisherigen Ergebnisse des SFB 1244 bescheinigen adaptiven Tragwerken und Fassaden großes Potenzial zur Einsparung von Ressourcen und Umweltwirkungen. Die ganzheitliche Betrachtungsweise, sowohl in Bezug auf den Lebenszyklus als auch auf die interdisziplinären Wechselwirkungen, stellt sicher, dass die relevanten Effekte und Einflüsse in der Bilanzierung berücksichtigt werden. Das stellt die Methode der Ökobilanzierung selbst jedoch vor neue Herausforderungen im Umgang mit einer Vielzahl an Varianten und den umfangreichen Wechselwirkungen zwischen Auslegung und Einflüssen auf Parameter in der Nutzungsphase, wie z. B. den Energieverbrauch oder die Lebensdauer.

Einflüsse auf die Auslegung adaptiver Tragwerke
Quelle: IMA

Borschewski, D.; Albrecht, S.; Bischoff, M.; Blandini, L.; Bosch, M.; Dazer, M.; Efinger, D.; Eisenbarth, C.; Haase, W.; Kreimeyer, M.; Leistner, P.; Nitzlader, M.; Roth, D.; Sawodny, O.; van den Adel, F.; Voigt, M.; Weber, S. (2022) Ökobilanzierung adaptiver Hüllen und Strukturen. Bautechnik 99, H. 10, S. 731–745. https://doi.org/10.1002/bate.202200067

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