Automatisierte, BIM-basierte Ökobilanzierung am Beispiel des Infrastrukturbaus

Ein großer Teil der CO2-Emissionen geht auf die Baubranche zurück. Das größte Potenzial, um diese zu reduzieren, besteht in den frühen Planungsphasen. Die Grundlage für ökologische Optimierungen sind Ökobilanzen (Life Cycle Assessment). Dennoch werden sie v. a. im Infrastrukturbau nur selten erstellt, weil sie mit einem hohen Aufwand verbunden sind und bestehende BIM-LCA-Tools eine Vielzahl an BIM-Modellen nicht verarbeiten können.

BIMetrix-Methode mit den einzelnen Teilprozessen: 1. Extraction of Information, 2. EPD Mapping, 3. Reference Grid Creation, 4. IFC Partitioning, 5. Impact Assessment, 6. Analysis/Visualization
Quelle: AFRY

Nun hat ein Team bei AFRY Deutschland die Methode BIMetrix entwickelt, mit der sich LCAs auch für Hunderte von BIM-Modellen automatisiert erstellen und dreidimensional visualisieren lassen. Sie wurde bereits erfolgreich in einem realen Pilotprojekt der Deutschen Bahn eingesetzt und validiert. Die Methode eröffnet allen Bereichen des Bauwesens die Möglichkeit, CO2-Emissionen gezielt zu reduzieren.


Hermann, F.; Max, P. C.; Kunz, M. (2024) Automatisierte, BIM-basierte Ökobilanzierung am Beispiel des Infrastrukturbaus. Bautechnik (zur Veröffentlichung angenommen). https://doi.org/10.1002/bate.202300115

Jobs

ähnliche Beiträge

Bauwirtschaft im Umbruch

Transformationsbarometer zur Bauwirtschaft: Fortschritte bei nachhaltigem Bauen, Defizite bei Ressourcen, Digitalisierung und Fachkräften.

DGNB startet Zertifizierungssystem für Bestandsquartiere

DGNB stellt ein Zertifizierungssystem für Bestandsquartiere vor. Der Kriterienkatalog unterstützt Analyse, Sanierung und nachhaltige Quartiersentwicklung.

Städte als Treiber der Transformation – Nochmals zur Suffizienz als Versuch jenseits der Nachhaltigkeit

Städte als Treiber der Transformation: Suffizienz als Ansatz jenseits der Nachhaltigkeit, mit Fokus auf Effizienz, Konsistenz und Adäquanz.