CO2-optimiertes Bauen von Verkehrsflächen und Straßen 

Kongress in Osnabrück zeigt innovative Ansätze  

Bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück fand im Frühjahr ein Kongress zum CO₂-optimierten Bauen von Verkehrsflächen und Straßen statt. Diese tragen erheblich zur Klimabelastung bei und gehören zu den wenigen Baubereichen, wo klimafreundliches Bauen bisher kaum stattfindet. Das wollte die Baufirma Gieseke ändern und lud nach Osnabrück ein. Mit dem Kongress sollte gezeigt werden, wie wichtig es für den Verkehrsflächenbau ist, in puncto Nachhaltig Bauen aktiv zu werden und dabei an den größeren Stellschrauben zu drehen.   

Es konnte aufgezeigt werden, dass insbesondere bei der äußerst energieintensiven Herstellung von Asphalt ein enormes CO2-Einsparpotenzial vorhanden ist. Mit einem von der FH Münster und Gieseke entwickelten CO2-Rechner lassen sich Emissionen ermitteln und um mehr als 50 Prozent reduzieren. Und es gibt weitere Ansätze. Laut Prof. Heiko Meinen von der FH Osnabrück sind nachhaltige Baustoffe ein wesentlicher Aspekt.  Mehrere Startups zeigten in diesem Feld ihre Ansätze: erdölfreies, synthetisches Bio-Bitumen, das unter anderem aus Cashewnuss-Schalen besteht; Bitumenzuschlag aus natürlichen Rohstoffen und recyceltem Plastik oder Biokohle als Kohlenstoffsenke. Auch auf die Vorteile von temperaturabgesenktem Asphalt oder des Recycelns von Baustoffen wurde eingegangen. Last but not least wies Prof. Hans-Hermann Weßelborg, von der FH Münster darauf hin, dass Qualität und lange Lebensdauer ebenso eine Nachhaltigkeitsgrundlage sind.  
Zu den Möglichkeiten und Perspektiven des CO2-optimierten Bauens von Verkehrsflächen und Straßen wurde ein Blick in die (nahe) Zukunft geworfen und weitere, vielversprechende klimafreundliche Ideen entwickelt. Somit ist gut möglich, dass klimafreundlicher Verkehrsflächenbau ein öfter gehörtes Wort wird.  


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