Zur Kreislauffähigkeit von Deckenkonstruktionen 

Kreislaufgerechtes Konstruieren ermöglicht es, den Neu- und Umbaubedarf mit der sich verschärfenden Ressourcenknappheit sowie mit dem Erhalt grauer und der Reduktion neuer Emissionen in Einklang zu bringen. Diese Studie möchte alle Beteiligten an der Tragwerksplanung für grundlegende Aspekte des zirkulären Bauens sensibilisieren. Dabei werden einfache Bewertungskriterien vorgestellt, die die eigene Planung begleiten können, ohne auf detailliertes Vorwissen, spezielle Software oder spezifische Zirkularitätsindizes zurückgreifen zu müssen.  

Der Fokus dieser Studie liegt auf den volumenintensivsten Bauteilen – den Geschossdecken. Dazu werden sechs ausgewählte Deckenkonstruktionen inklusive Ausbauschichten bezüglich ihres Kreislaufpotenzials diskutiert. Insbesondere die Demontierbarkeit ganzer Bauteile sowie die Trennbarkeit der einzelnen Bauteilkomponenten und deren Verwertungspotenzial sind Gegenstand dieser Studie. Die Analyse ergab, dass bei einem wesentlichen Teil der untersuchten Deckenkonstruktionen die Bauteilkomponenten nur mit hohem Aufwand trennbar sind und die üblicherweise verwendeten Materialien meist nur downgecycelt werden. Eine Lösung stellt hier der Planungsansatz Design for Deconstruction dar, welcher die Demontierbarkeit der Bauteile berücksichtigt und somit die Wiederverwendung der Bauteile fokussiert. Lediglich eine der untersuchten Deckenkonstruktionen bietet durch die einfache Trennbarkeit der Bauteilkomponenten und ein stofflich hochwertiges Recycling ein hohes Kreislaufpotenzial. 


Krinitzki, C.; Hotten, L.; Hartz, C. (2025) Zur Kreislauffähigkeit von Decken-konstruktionen: Bewertungsgrundlagen für die Wiederverwendbarkeit und Rezyklierbarkeit von ausgewählten Deckenkonstruktionen. Bautechnik 102, H. 9, S. 523–533. https://doi.org/10.1002/bate.70012 

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