Mit der Ernennung von Susanne Vécsey zur ordentlichen Professorin für Architektur und Transformation setzt die ETH Zürich neue Impulse für die akademische Lehre und Forschung im Bereich Umbau und Bestandserhaltung. Als Partnerin des Büros Vécsey Schmidt Architekten bringt sie langjährige Praxiserfahrung in vielfach ausgezeichneten Umbauten in der Schweiz und in Deutschland ein.
Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich und Praxisstationen in Barcelona, Rotterdam und Basel gründete Susanne Vécsey 2007 zusammen mit Christoph Schmidt ihr eigenes Büro. Die verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit existierender Bausubstanz ist dabei stets ein Anliegen gewesen – lange bevorNachhaltigkeit breitere Aufmerksamkeit gewann. Sie war Assistentin an der ETH Zürich und der Accademia di architettura di Mendrisio, erhielt ein Arbeitsstipendium in Rom und lehrte von 2017 bis 2022 als Professorin für Entwurf und Konstruktion an der FHNW in Muttenz. Weitere Ämter übernahm sie im Vorstand des Bund Schweizer Architektinnen und Architekten Basel sowie in der Stadtbaukommission Luzern.
In ihrer neuen Rolle an der ETH wird Prof. Vécsey die Verbindung zwischen Theorie und Praxis im Kontext nachhaltiger Transformation weiter stärken. Sie wird Studierende dazu anregen, Umbauprozesse als künstlerische, soziale und kulturelle Chancen zu verstehen. Zudem stärkt ihre Berufung den steigenden Frauenanteil in der Professorenschaft: Im Rahmen der zuletzt ernannten neuen Professorinnen und Professoren liegt der Frauenanteil erstmals über der 50 %-Marke.
Mit dem Schwerpunkt auf Architektur im Bestand setzt Prof. Vécsey künftig wichtige Impulse für eine Forschung, die Bauen im Bestand neu definiert und so zum wichtigen Beitrag für Nachhaltigkeit und Baukultur leistet.


