
Zur Reduktion des hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs im Gebäudesektor sind nachhaltige Ansätze in der Gebäudesanierung von zentraler Bedeutung. Die vorliegende Arbeit untersucht die ökologische Performance verschiedener Systeme zur thermischen Fassadensanierung und vergleicht modular vorgefertigte (Holz-)Rahmensysteme mit herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen. Die Datenbasis bilden Umweltproduktdeklarationen, wobei vereinfacht ausschließlich der Energieaufwand [MJ] und das globale Erwärmungspotential [CO2-Äq.] bewertet werden. Dabei werden die verwendeten Baustoffe und Konstruktionsweisen gegenübergestellt, um die ökologischen Potenziale besser zu verstehen. Zudem wird die Kreislauffähigkeit der betrachteten Systeme bewertet, mit besonderem Fokus auf das Rückbau-, Wiederverwendungs- und Recyclingpotenzial. Die Ergebnisse zeigen, dass modulare Systeme bei gezielter Materialwahl und entsprechender Konstruktionsweise Vorteile in Bezug auf den nicht erneuerbaren Energieaufwand und das Treibhauspotential erzielen können. Hinsichtlich der Kreislauffähigkeit schneiden die modularen Systeme deutlich besser ab. Abgeleitet aus den Erkenntnissen wird ein optimierter Aufbau für ein vorgefertigtes Holzrahmenelement vorgestellt. Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Rolle von Materialeffizienz, Lebenszyklusbetrachtung und Kreislaufwirtschaft sowie deren Zusammenspiel als Grundlage für eine nachhaltige Transformation des Gebäudesektors.
Metzler, J.; Kromoser, B. (2026). Ökologie und Kreislauffähigkeit von Systemen zur seriellen thermischen Fassadensanierung. Bautechnik 103, H. 3, S. 238–252. https://doi.org/10.1002/bate.70070


