Wie wollen wir leben? Kunststiftung DZ BANK fragt nach Zukunft der Stadt

Ausstellung in Frankfurt versammelt künstlerische Perspektiven auf Wohnen, Gemeinschaft und urbane Räume


Andrea Pichl, Ohne Titel, aus Klub Zukunft, 2014, © Andrea Pichl, VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Andrea Pichl, Ohne Titel, aus Klub Zukunft, 2014, © Andrea Pichl, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Wie wollen wir leben? – Eine Frage, die sich auf Städtearchitektur bezieht, auf nachhaltiges Bauen, auf Begrünung innerhalb von Städten und auch auf das soziale Miteinander, sei es in puncto sozialen Städtebaus oder des Schaffens von öffentlichen Räumen zur Begegnung und Kommunikation. Natürlich spielt auch Gestaltung & Design eine große Rolle.

Mit der Ausstellung „Wie wollen wir leben?“ richtet die Kunststiftung DZ BANK vom 3. Juni bis 3. Oktober 2026 den Blick auf zentrale Fragen des Zusammenlebens in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprozesse versammelt das Projekt künstlerische Arbeiten, die Architekturen, soziale Räume, Natur und den Menschen im urbanen Kontext untersuchen.

Im Fokus stehen Themen wie Wohnraummangel, Finanzierbarkeit und die Qualität gemeinschaftlicher Lebensräume. Die Ausstellung fragt danach, wie Städte so gestaltet werden können, dass sie Vielfalt ermöglichen und ein zufriedenstellendes Zusammenleben fördern.


Peter Hutchinson, Coloured Mountains, 1992, © Peter Hutchinson
Peter Hutchinson, Coloured Mountains, 1992, © Peter Hutchinson

Vier installative Beiträge bilden das Zentrum. Astrid Busch setzt sich mit dem „Neuen Frankfurt“ auseinander, Karina Nimmerfall untersucht Wohnhöfe des „Roten Wien“, Heike Baranowsky erkundet urbane Räume rund um Paris, und Andrea Pichl widmet sich Plattenbauarchitekturen. Gemeinsam verdeutlichen die Positionen, wie eng Architektur und soziale Fragen miteinander verbunden sind.

Darüber hinaus erweitert die Ausstellung den Blick auf Stadt als Lebensraum durch zahlreiche weitere künstlerische Beiträge. Diese reichen von fotografischen und installativen Arbeiten über filmische Positionen bis hin zu Projekten, die Natur, künstliche Landschaften und Bewegungen von Menschen und Tieren thematisieren. Dabei wird auch der Einfluss des Klimawandels auf zukünftige Stadtplanung und die Bedeutung von Grünräumen im urbanen Raum verhandelt.

Die Ausstellung ist Teil der WDC 2026 und wird von Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main sowie dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert. Die Eröffnung findet am 2. Juni 2026 statt. Begleitend ist ein umfangreiches Programm mit Gesprächen, Führungen und Workshops geplant, das die Fragestellungen der Ausstellung vertieft.

»Wie wollen wir leben?«

3. Juni – 3. Oktober 2026 Kunststiftung DZ BANK Frankfurt
https://kunststiftungdzbank.de/ausstellen/#/ausstellungshalle

Rahmenprogramm zur Ausstellung

»Wie wollen wir wohnen?«
Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr; mit Astrid Busch, Künstlerin der Ausstellung, und Jorun Jensen, Kunstwissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkten zum Verhältnis von Architektur, Wohnen und Gender, sowie wissenschaftliche Volontärin beim Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main 


Karina Nimmerfall, The Third City (Red Vienna), 2017–2022 (Details), © Karina Nimmerfall
Karina Nimmerfall, The Third City (Red Vienna), 2017–2022 (Details), © Karina Nimmerfall

»Wie wollen wir inklusiv bauen?«
Donnerstag, 23. Juli 2026, 18 Uhr; mit Kübra Inan, Architektin, Fachplanerin und Sachverständige für Barrierefreie Architektur und Inklusives Design

»Wie wollen wir die Stadt begrünen?«
Donnerstag, 20. August 2026, 18 Uhr; mit Julia Krohmer, Stellv. Leiterin Stab Wissenschaftskoordination, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main

 »Wie wollen wir (bau-)wirtschaften?«
Donnerstag, 9. Juli 2026, 18 Uhr; mit Paola Alfaro-d’Alençon, Architektin und Stadtforscherin, Wim Buesink, Geschäftsführer der Schwäbisch Hall-Stiftung »bauen-wohnen-leben«, Karsten Eiß, Manager Politik und Gesellschaft, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, und Silke Remmel, Interior Designer

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