Carbon Capture and ­Utilization für klimaneutrale Zementproduktion?

In der Zementindustrie ist Kohlenstoffdioxid ein unvermeidbares Nebenprodukt: Es entsteht beim Brennen von Calciumcarbonat zu Calciumoxid und wird anschließend freigesetzt. Im Verbundprojekt CO2-Syn wird auf Carbon Capture and Utilization (CCU) gesetzt, um das CO2 aufzufangen und stofflich zu nutzen – zum Beispiel zur Herstellung von Basischemikalien wie Olefinen und höheren Alkoholen.

Die Zementindustrie via Carbon Capture and Utilization (CCU) klimaneutral gestalten
Quelle: Phoenix Zementwerke Krogbeumker GmbH & Co. KG

Der konkrete Lösungsweg heißt Power to Chemicals. Dabei werden erneuerbare Energien genutzt, um CO2 und Wasser via Elektrolyse in Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff umzusetzen und anschließend die gewünschten chemischen Produkte herzustellen. Allerdings muss das von den Zementwerken freigesetzte CO2 aufwendig gereinigt und konditioniert werden. Hierfür soll eine technisch und wirtschaftlich machbare Prozessroute entwickelt werden. Anschließend muss so ein Power-to-Chemicals-Konzept auch in die bestehende Struktur beliebiger Zementwerke eingebunden und eine wirtschaftliche Nutzung der CO2-basierten Produkte etabliert werden.

Weitere Informationen: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Jobs

ähnliche Beiträge

Neue EU‑Vorgaben: Vereinfachte Nachhaltigkeitsberichterstattung und reduzierte Sorgfaltspflichten

Neue EU-Regeln zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflicht entlasten Bauwirtschaft und stärken Wettbewerbsfähigkeit.

Gebäudetyp E als Ansatz für einfacheres und kostengünstigeres Bauen

Die Bundesregierung plant mit dem Gebäudetyp E das Bauen zu vereinfachen und Baukosten zu senken, unterstützt von Ingenieur- und Architektenkammern.

Digitaler DGNB Jahreskongress  

Drei Tage im Zeichen des nachhaltigen Bauens.