Dekarbonisierung des Verkehrsinfrastrukturbaus

Europäischer Joint Final Report von Industrie und Wissenschaft

Die Europäische Kommission strebt eine Reduktion der CO2-Emissionen des Verkehrssektors um 90 % bis 2050 an. Dazu hat das Directorate General for Mobility and Transport (DG MOVE) zwei Expertengruppen aus Industrie bzw. Wissenschaft eingeladen, die Möglichkeiten der Dekarbonisierung des Verkehrsinfrastrukturbaus zu erörtern. Nun liegt der Joint Final Report vor und zeigt auf, dass viele Dekarbonisierungsmöglichkeiten für alle Lebenszyklusphasen des Infrastrukturbaus bereits verfügbar sind. Verschiedene Maßnahmen und Werkzeuge werden benannt sowie die Wichtigkeit eines integralen Ansatzes für eine maximale Dekarbonisierung betont.

Im Report werden zuerst die CO2-Emissionen des Verkehrssektors und des zugehörigen Infrastrukturbaus sowie der Reduktionsansatz beschrieben. Dem folgt eine Best-Practice-Übersicht zur Dekarbonisierung des Infrastrukturbaus von der design Phase über die construction Phase sowie die operations and maintenance Phase bis hin zur dismantling, reuse and recycling Phase. Anschließend werden relevante Themen wie Ökobilanzierung (LCA) und Digitalisierung, Einsatz CO2-armer Bauprodukte, erforderliche Ausschreibungs- und Vertragsmodalitäten sowie die Zertifizierung klimafreundlicher Projekte erörtert. Mit 24 sehr konkreten Empfehlungen der Expert:innen für die europäische Politik werden kritische Punkte für eine schnelle und vollständige Umsetzung adressiert.


Decarbonisation of the transport infrastructure construction

Joint Final Report from the industry and scientific experts Working Groups chaired by Pat Cox and Konrad Bergmeister
European Commission – Directorate General for Mobility and Transport
Brüssel, April 2024
Decarbonisation of Infrastructure construction report

Jobs

ähnliche Beiträge

Ingenieurbaukunst als Zukunftsarbeit

Symposium Ingenieurbaukunst 2025 in Hamburg: Themen wie Klimaresilienz, Stadt-Natur-Zusammenspiel und Urban Mining wurden diskutiert.

Mehrschichtige Innendämmsysteme für Bestandsbauten

Das Projekt InMoB untersucht Innendämmsysteme für denkmalgeschützte Gebäude, um Energieeffizienz und Feuchteschutz zu verbessern.

Stahl wiederverwenden statt neu produzieren

Analyse zur Wiederverwendung von Stahl im Brückenbau zeigt Einsparpotenziale bei CO₂-Emissionen und Materialkosten durch Stahlrecycling.