Verbände drängen auf schnelle Novelle der Ersatzbaustoffverordnung 

Ein breites Bündnis aus 16 Verbänden der Bau-, Baustoff- und Kreislaufwirtschaft fordert die Bundesregierung auf, die angekündigte Novelle der Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) bereits im ersten Quartal 2026 umzusetzen. Bislang ist die Anpassung erst für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. 

Die Verbände verweisen auf die Ergebnisse des UBA-Planspiels 2.0 und die verpflichtende Evaluierung der Mantelverordnung bis August 2025. Ziel ist eine praxisgerechte Weiterentwicklung, die Rechtssicherheit schafft und die Kreislaufwirtschaft stärkt – ohne zusätzliche Bürokratie. Kernpunkte der geforderten Änderungen: 

  • Vereinfachung der Analytik 
  • Klarstellung bei der Bewertung der Grundwasserdeckschicht 
  • Regelungen für mobile Aufbereitungsanlagen 
  • Entbürokratisierung der Dokumentationspflichten 

Bereits die Umweltministerkonferenz hatte im November eine schnelle Anpassung als „dringend geboten“ bezeichnet. Die Verbände sehen die Novelle als entscheidenden Schritt, um die Nutzung von Recycling-Baustoffen zu fördern und die Klimaziele im Bausektor zu erreichen. 


Schreiben an Bundesumweltminister Schneider  

16 Verbände fordern sofortige Novelle der Ersatzbaustoffverordnung 

https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Pressemitteilungen/PM_2025/2025-12-15_PM_Novelle_EBV_final.pdf

Jobs

ähnliche Beiträge

Das Sichtbare beeinflusst das Denkbare.

„Das Sichtbare beeinflusst das Denkbare“ – dieser Gedanke kehrt am Ende anders wieder: Gestaltung ist nie neutral. Sie prägt, wer selbstverständlich dazugehört, wer sich eingeladen oder ausgeschlossen fühlt.

Umweltinformationen für Bauprodukte, Bauwerke und Unternehmen

Überblick über Umweltinformationen im Bauwesen, Ökobilanzen, Zertifizierungssysteme und nachhaltiges Bauen.

Handbuch für lebenswerte und widerstandsfähige Städte

Das Handbuch der World Bank zeigt, wie Städte durch risikoinformierte Planung widerstandsfähiger und lebenswerter werden können.