Sanierung und Verstärkung des ehemaligen Amtsschlachthofes Dresden mit Carbonbeton  

Anwendung, Bewertung und ökologische Einordung

Die Verstärkung mit Carbonbeton weist vor allem im Denkmalschutz ein enorm großes Potenzial auf. Der nur minimalinvasive Eingriff in den Bestand ohne wesentliche Veränderung des Querschnitts eröffnet die Möglichkeit, die Tragfähigkeit von Bestandsstrukturen wiederherzustellen oder sogar zu erhöhen, und leistet somit einen großen Beitrag zum Bestandserhalt. Im Beitrag wird dieses Potenzial am Beispiel des Amtsschlachthofes in Dresden verdeutlicht.  

Der denkmalgeschützte Komplex wurde 1906–1910 errichtet und wird inzwischen als Bürokomplex genutzt. Der Beitrag beschreibt die 2023 durchgeführte Verstärkungsmaßnahme mit Carbonbeton und vergleicht auch deren Umweltauswirkungen mit einer konventionellen Spritzbetonverstärkung. Hier zeigt sich, dass Carbonbeton eine ökologisch deutlich nachhaltigere Lösung für die Deckenverstärkung des Amtsschlachthofs darstellt. Ausschlaggebend hierfür sind die Korrosionsbeständigkeit und die höhere Tragfähigkeit des Verbundwerkstoffs, die eine deutliche Reduzierung des Betonverbrauchs etwa gegenüber der Stahlbetonlösung ermöglichen. 


Wagner, J.; Schumann, A.; Schütze, E.; Melzer, M.; Mietrach, J. (2026) Sanierung und Verstärkung des ehemaligen Amtsschlachthofes Dresden mitCarbonbeton – Anwendung, Bewertung und ökologische Einordung. Beton-und Stahlbetonbau 121, H. 1, S. 60–66. 

https://doi.org/10.1002/best.70063

 

Jobs

ähnliche Beiträge

Städte als Treiber der Transformation – Nochmals zur Suffizienz als Versuch jenseits der Nachhaltigkeit

Städte als Treiber der Transformation: Suffizienz als Ansatz jenseits der Nachhaltigkeit, mit Fokus auf Effizienz, Konsistenz und Adäquanz.

Zirkularitätsbewertung von Gebäuden

System zur Bewertung der Kreislauffähigkeit von Gebäuden mit ZiFa 1.0. Indikatoren und Methodik zur Bewertung von Neubauten und Sanierungen

BDB zeichnet Nachwuchs im Planen und Bauen aus

BDB zeichnet 2026 studentische Arbeiten zu Wasser, Klimawandel und Planung aus. Prämiert wurden Projekte aus Gebäude-, Ingenieur- und Städtebau.