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Firma Richard Brink liefert Pflanz- und Entwässerungssysteme für den Dachgarten eines Berliner Bürokomplexes
Auf der Mierendorff-Insel zwischen Spree und Westhafenkanal in Berlin erfährt das Gelände des ehemaligen Kraftwerks Charlottenburg eine völlig neue Nutzung. Als Maßnahme für die Verdichtung von Ballungszentren entstehen vielerorts neue Wohngebiete auf alten Industrieflächen. Auch wenn die Kommunen neuen Wohnraum schaffen müssen, stehen sie zeitgleich vor der Herausforderung, im Zuge des Klimawandels unter anderem Retentionsflächen für mögliche Starkregenereignisse bereitzuhalten. Eine Maßnahme in diesem Konflikt ist es, Grünflächen in den Baubestand zu integrieren. Hierdurch können sowohl CO2 als auch Wasser eingespeichert und Regenabflussspitzen reduziert werden.
Als grüne Metropole in Europa vorangehen
Diesbezüglich hat das Geschäftshaus AERA offensichtliche Maßstäbe gesetzt. Einerseits fügt sich der Neubau ansprechend in das urbane Umfeld ein, andererseits sticht er durch den imposanten Dachgarten heraus. Genau das war die Intention von Benedict Crasemann, Projektentwickler beim Immobilienunternehmen und Bauherren BAUWENS: „Unser Ziel war es, die Natur einzubeziehen statt sie zu verdrängen und vermeintliche Grenzen zum Fließen zu bringen. Es sollte ein tatsächlich grünes Gebäude entstehen und dies ist uns vollends gelungen.“ Der über 100 m lange und rund 20 m breite Bau mit acht Geschossen zeichnet sich durch seine großflächigen Glasfassaden aus. Die Mieteinheiten sind geprägt von offenen Raumkonzepten mit Deckensegeln und Konferenzbereichen mit Panoramablick. Schon im 6 m hohen Foyer wird klar, dass es sich um einen Bürokomplex der neuesten Generation handelt.
Um diesem mit einem intensiven Gründach die Krone aufzusetzen, waren verschiedene Bau- und Planungsunternehmen am Vorhaben beteiligt, darunter die Architekten Grüntuch Ernst, MBN als Generalunternehmer sowie der Experte für urbane Landschaften Tancredi Capatti vom Landschaftsarchitekturbüro capattistaubach.
Der Verlauf der obersten Stockwerke lässt die Dachfläche treppenförmig erscheinen und die 2.200 m2 große Grünanlage erstreckt sich über alle Etagen hinweg. Der Zugang erfolgt über einen Aufstieg an der Westseite des Gebäudes. Bei der Gartengestaltung, die sich entlang des Aufstiegs fortsetzt, kamen Elemente von einfachen Grünflächen über Kiesbeete und Sandlinsen bis hin zu Sitzgelegenheiten zum Einsatz. In den einzelnen der vier Ebenen ergeben sich keine festen Muster in der Anordnung. Die Entwicklung innovativer Strukturen mit ökologischem Mehrwert steht im Vordergrund beim Design des AERA-Gebäudes.
Hand in Hand zum Erfolg
Verantwortlich für die Umsetzung der Dachbegrünung vor Ort waren Sebastian Simon und Michael Oelmann von der Garten- und Landschaftsbau Klaus Hildebrandt AG mit Hauptsitz in Hamburg. Michael Oelmann setzte aus guter Erfahrung bei vorangegangenen Projekten bei der Wahl der Bauelemente vor allem auf die hochwertigen Metallwaren der Firma Richard Brink.
Die einzelnen Etagenabschnitte des Aufgangs zum Dach zeichnen sich durch im Wechsel angelegte Beetflächen und Hochbeete aus. Diese führen die Besucher auf einen leicht gewundenen Weg zwischen der Glasfassade des Gebäudes und der Brüstung der Treppenaufgänge. Die flachen Beete sind durch die 3,0 mm starken und 150 mm hohen Stahlbandeinfassungen „Ora Max“ aus dem Hause Richard Brink eingegrenzt. Auch die für die Stufengrößen passgenau angefertigten 10 mm starken Treppenwangen fungieren zeitgleich als Beetbegrenzung. Hochbeete des Typs „Semira“ wurden mit zusätzlichen Sitzbänken ausgestattet, sodass eine ganze Parkanlage mit verschiedenen Ruheoasen geschaffen wurde. An ihren Enden laufen die stets maßgefertigten Hochbeete schräg aus, wodurch sich ein eleganter Übergang in die ab Werk radial vorgebogenen Beeteinfassungen ergibt. Darüber hinaus zeichnen sich die einzelnen Ebenen durch weitere organisch geformte Hochbeete aus.
Insgesamt finden über 35 Pflanzenarten in den Beeten Platz und binden dabei bis zu 5 t CO2 pro Jahr. Die 480 m umfassende Wegestrecke selbst besteht aus drainagefähigem Gloritbeton in Sandoptik und ist Teil des Regenwassermanagements. Retentionsboxen zur Hochwasservorsorge sind im Sinne des Schwammstadt-Konzepts in die ökologische, wassergebundene Wegedecke integriert. Saug- und Kapillarvliese verteilen das eintretende Wasser zwischen den Boxen und der Substratschicht, sodass die Pflanzen das Nass aufnehmen können. Bei hohen Temperaturen gibt die Vegetation die Feuchtigkeit dann durch Transpiration an die Umgebung ab, was das Mikroklima verbessert und die Aufenthaltsqualität im Sommer erhöht. Folglich sind die Hochbeete und Stahlbänder keine geschlossenen Konstruktionen, sondern dienen der oberflächlichen Abgrenzung einzelner Bereiche, während im Untergrund der Wasserzufluss für die Bepflanzung sichergestellt ist.
Auch 80 mm hohe Betonrinnen „Fortis“ des Metallwarenherstellers, veredelt durch den Gussrost „Zippa“, zieren den Dachgarten. Sie stellen in den Bereichen der Etagenübergänge entlang der Treppen die Wasserableitung sicher. Entlang des Aufstiegs entwässern sie in den Laibungsbereichen der Fenster und Türen auch die Glasfassade.
Die Firma Richard Brink ist ein mittelständisches Familienunternehmen in zweiter Generation aus Ostwestfalen, welches sich in seiner 50-jährigen Geschichte als Experte für die Metallwarenfabrikation am Markt etabliert hat. Von der Produktentwicklung und Konstruktion über die Fertigung bis hin zur Beratung und dem Vertrieb werden jegliche Prozesse inhouse abgewickelt und verantwortet.
Die Produktpalette umfasst Drainage- und Entwässerungslösungen, Pflanzsysteme sowie Lösungen für Dachflächen und Wandbereiche, die Industrie, Bäder und Küchen. Maß- und Sonderanfertigungen ergänzen das umfassende Standard-Sortiment des Metallwarenherstellers. Weitere Informationen unter www.richard-brink.de.




