Drei Tage im Zeichen des nachhaltigen Bauens
Bereits zum fünften Mal richtet die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen vom 3. bis 5. März 2026 den digitalen DGNB Jahreskongress aus. Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr einen dritten Kongresstag, der sich den zahlreichen internationalen Aktivitäten der DGNB widmet und auf Englisch stattfindet. Das kostenfreie Angebot beinhaltet neben Impulsvorträgen und Diskussionsrunden mit zahlreichen hochkarätigen Gästen auch Raum für Wissensaustausch. Zudem stellen sich DGNB-Mitgliedsorganisationen auf einer offenen Bühne im Schnelldurchlauf vor. Mit dem digitalen Kongress möchte die DGNB noch mehr Menschen weltweit für das nachhaltige Bauen begeistern und dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden.
Zum Auftakt ziehen die geschäftsführenden Vorstände der DGNB, Dr. Christine Lemaitre und Johannes Kreißig Bilanz zum Status Quo des nachhaltigen Bauens. In seinem Impulsvortrag wirft Oliver Rapf, Geschäftsführer des Buildings Performance Institute Europe, einen globalen Blick auf das Ziel der Klimaneutralität im Bauen. Dr. Martin Pehnt, Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg knüpft an und stellt Handlungsmöglichkeiten auf europäischer Ebene vor. Der anschließende Themenraum behandelt die Frage, wie Klimaschutzmaßnahmen ganz konkret vom Globalen ins Nationale überführt werden können. Den Einstieg hierzu macht Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe. Wie ein Bundesland die Klimaziele bereits umsetzt, zeigt die Geschäftsbereichsleiterin Landesbau vom Gebäudemanagement Schleswig Holstein, Gabriele Pfründer, in ihrer Keynote zum Start der zweiten Tageshälfte. Es folgt ein Themenraum zur Herausforderung von Kommunen und Ländern, mit knappen Kassen Klimaschutz umzusetzen. Der erste Kongresstag endet mit einem Gespräch zur Version 2023.2 des DGNB Zertifizierungssystems.
Der Vormittag des 4. März steht im Zeichen von Sustainable Finance im Bauen. Unter anderem geht es in den Vorträgen und Gesprächen um die Rolle der Banken in der Transformation des Bausektors sowie um den Mehrkosten-Mythos im nachhaltigen Bauen. Die zweite Tageshälfte startet mit der Vorstellung des Gewinnerprojektes des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP) Architektur 2025. Kilian Juraschitz, Partner beim Architekturbüro Atelier Kaiser Shen, stellt die sanierte und erweiterte Mehrzweckhalle Ingerkingen vor und ist Teil der folgenden Diskussion mit Vertreter:innen aus Bauamt und Tragwerksplanung. Die weiteren Finalist:innen des diesjährigen DNP Architektur sind Teil eines weiteren Themenraums, der sich der gesellschaftlichen Verantwortung in der Architektur mit Fokus auf Suffizienz widmet. Wie gängige Baupraktiken in eine bessere Umsetzbarkeit überführt werden können, ist Thema der letzten Diskussionsrunde des Tages. In diesem Zuge wird die globale Initiative SHIFT vorgestellt. Sie wurde von Dr. Christine Lemaitre (DGNB) und Prof. Thomas Auer, Professor für Gebäudetechnologie an der TUM München, gegründet, um ein neues Bild zukunftsfähiger Architektur zu prägen.
Erstmals widmet die DGNB mit dem 5. März einen ganzen Tag den weltweiten Aktivitäten der DGNB. Interessierte erfahren in diesem Rahmen, auf welchen Wegen sie mit der DGNB zusammenarbeiten und aktiv werden können. Etablierte Systempartner:innen zeigen, wie eine DGNB Zertifizierung in unterschiedlichen Ländern umgesetzt werden kann und was sie im Vergleich zu anderen Zertifizierungssystemen einzigartig macht. Ebenfalls Thema sind die weltweiten Kooperationen der Non-Profit-Organisation, die eine Aus- und Weiterbildung im nachhaltigen Bauen ermöglichen. In verschiedenen Diskussionsrunden werden zudem Themen diskutiert, die die Baubranche international bewegen, wie etwa die EU-Taxonomie-Verordnung als Klassifizierungssystem für nachhaltige Investitionen.
DGNB Jahreskongress
3. – 5. März 2026
online


