Nachhaltig ist ganzheitlich 1/2026

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Suffizienzhaus U10 in Kassel © Constantin Meyer, Köln

Lars Baumgütel von der ZINQ Group möchte, dass die Entwicklung nachhaltig-zirkulärer Produkte zur Selbstverständlichkeit wird, und Johannes Fritz will das Potenzial leerstehender Gebäude durch deren Wiederbelebung nutzen. Laura Oberender et al. zeigen, wie sich Studierenden mithilfe von Modellen praxisnah nachhaltiges Bauen vermitteln lässt, während Christian Kaufmann und Lorenz Nagel erläutern, welche Struktur und Organisation für das Gelingen nachhaltiger Projekte erforderlich sind. Warum die nachhaltige Transformation des Bauwesens so schwerfällt und welche Zielkonflikte dabei auftreten, diskutieren Mike Schlaich et al. Thomas Auer et al. appellieren für natürliche Lüftung statt technischen Aufwands in Schulen, und Jan Lüking et al. berichten über praktische Erfahrungen bei der Umsetzung der Ersatzbaustoffverordnung. In der neuen Serie Naturbauschule zeigt Dag Schaffarczyk zunächst auf, was für zukunftsfähiges Bauen wirklich wichtig ist. Schließlich stellt Helge Schritt Akustikmaterial aus Myzel des Start-ups MycoLutions vor.

Quelle: Beushausen / ZINQ

Wie wäre es, wenn alle Produkte ­zirkulär sind?

Die Transformation zur klimaneutralen Wirtschaft entscheidet das Produkt­portfolio: Nur wenn Produkte konsequent zirkulär gestaltet sind, lassen sich Abfall, CO2-Emissionen und Ressourcenverluste dauerhaft vermeiden. So entsteht eine wirklich klimaneutrale Kreislaufwirtschaft, wie sie die EU-ESPR klar und verbindlich für alle modernen Unternehmen nun fordert.

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Quelle: Transsolar

Appell für eine natürliche Lüftung in Schulen

CO₂ gilt seit über 150 Jahren als Maßstab für gute Luft. Doch der Grenzwert von 1000 ppm ist nur mit hohem technischem Aufwand erreichbar, was besonders im Schulbau teure Gebäudetechnik erfordert. Deshalb gewinnen natürliche Lüftungs­konzepte an Bedeutung, die schadstoff­arme Materialien, einfache Bedienung, Nutzerverantwortung und auch Kostenvorteile vereinen.

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Quelle: PRIMUS developments

Nachhaltig Bauen ist eine Frage von Struktur und Organisation

Partnerschaftliches Bauen ist kein harmonischer Stuhlkreis, sondern ein zielgerichteter Arbeitsmodus: Alle Beteiligten suchen konstruktive Kompromisse, um Projekte termin- und qualitätssicher umzusetzen, ohne Zielkonflikte zu verdrängen. Dies gelingt nur, wenn alle transparent agieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam gut und an praktikablen Lösungen arbeiten.

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