Umbaukultur-Argumente

Ein neuer Umgang mit dem Gebäudebestand für Klima, Ressourcen und Lebensqualität



Die Umbaukultur beschreibt einen grundlegenden Wandel im Planen und Bauen, bei dem der Erhalt, die Weiterentwicklung und die Umnutzung bestehender Gebäude und Quartiere anstelle von Abriss und Neubau im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren, das Klima zu schützen und Städte widerstandsfähiger und lebenswerter zu gestalten.

Das Konzept verbindet drei zentrale Handlungsfelder: Erstens den intelligenten Umgang mit Flächen, der Innenentwicklung und Nachverdichtung priorisiert und Grün- und Freiräume als integrale Bestandteile urbaner Lebensqualität stärkt. Zweitens den Ressourcenschutz durch Erhalt von Bestandsstrukturen, Nutzung von recycelten oder wiederverwendbaren Baustoffen sowie eine stärkere Ausrichtung an Kreislaufwirtschaftsprinzipien. Drittens die gesellschaftliche und gestalterische Akzeptanz einer neuen Umbauästhetik, die den baukulturellen Wert des Bestehenden sichtbar macht und nachhaltige Lösungen vielfältiger Akteure – von Kommunen über Planende bis zur Bevölkerung – einbindet.

Die Umbaukultur betrachtet Gebäude, öffentliche Räume, Mobilität, Grünflächen und technische Infrastruktur gemeinsam. Sie setzt auf kooperative Governance, interdisziplinäre Planung und langfristige Nutzungsperspektiven. Damit liefert sie ein Leitbild für eine umweltorientierte Stadtentwicklung, die Klimaanpassung, Ressourcenschonung und Lebensqualität zusammenführt und eine nachhaltige Transformation urbaner Räume ermöglicht.

Umbaukultur

Argumente für einen Paradigmenwechsel im Planen und Bauen aus Umweltperspektive
Bundesumweltamt 2026
https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/2026-02/UBA_Umbaukultur.pdf

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