
Insgesamt sind die Rahmenbedingungen in Deutschland gut, die ehrgeizigen Ziele zur CO2-Minderung im Gebäudesektor zu erreichen. Seit Jahrzehnten werden die Anforderungen an neu zu errichtende Gebäude sukzessive erhöht, sodass ein Gebäude, das 2025 errichtet wird, ein sehr hohes Niveau hinsichtlich Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien erreicht. Dies gilt, zumindest theoretisch und regulativ, auch für Bestandsgebäude. Diverse Förderprogramme auf Bundesebene sollen die im Gebäudebestand bestehenden Hemmnisse bei der Umsetzung von Maßnahmen reduzieren. Allerdings zeigen die Zahlen der bisher erreichten Emissionsminderungen, dass die Sanierungsdynamik und der Umfang an konkret umgesetzten Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung bisher und prognostiziert auch zukünftig zu gering sind, um die gesteckten Ziele für den Gebäudesektor bis 2045 zu erreichen. Der Beitrag versucht ehrlich und damit auch unbequem, die Fakten zu beleuchten, um die Ursachen für mutmaßliche Fehlentwicklungen aufzudecken und gleichzeitig Lösungsansätze zu umreißen, die eine Besserung ermöglichen könnten.
Klauß, S. (2026) Wie geht’s, altes Haus? Gedanken und Fakten zur energetischen Sanierung. Bauphysik 48, H. 1, S. 81–90. https://doi.org/10.1002/bapi.70031






