Teil 3/5 KAP Forum Newsletter

Jutta Albus, Professorin an der Hochschule Bochum, behandelt Suffizienz als grundlegende Haltung im Bauwesen: Ziel ist nicht allein Effizienz, sondern ein bewusster, reduzierter Umgang mit Ressourcen und dem Bestand. Angesichts wachsender Komplexität durch Normen und Kosten wird hinterfragt, was und wie gebaut wird. Beispiele aus dem Wohnungsbau zeigen, dass weniger private Fläche oder der Verzicht auf Bauteile neue Qualitäten ermöglichen kann. Initiativen wie der Hamburg-Standard fördern Vereinfachung. Zentrale Strategien sind Erhalt, Umnutzung und Weiterentwicklung bestehender Gebäude, um graue Energie zu bewahren. Kleine, gezielte Eingriffe eröffnen dabei neue Spielräume. Voraussetzung sind robuste, einfache Konstruktionen, die langlebig und anpassungsfähig sind. Architektur wird so als Balance aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen verstanden – mit dem Ziel, nachhaltige und dauerhaft nutzbare Lebensräume zu schaffen.
WENIGER IST MEHR
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