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Bezahlbarer Wohnraum bleibt in vielen Hochschulstädten ein knappes Gut. Auch im niederbayerischen Deggendorf ist die Nachfrage hoch. Im Zentrum der Stadt entsteht derzeit mit hohem Tempo ein neues Wohnensemble, das gezielt auf die Bedürfnisse von Studierenden, Auszubildenden und betreutes Wohnen ausgerichtet ist. Auf einer Fläche von mehr als 6.700 m2 realisiert die ERL Bau Immobiliengruppe insgesamt 240 Appartements. Das Projekt erfüllt den energieeffizienten EH 40-NH/QNG-Standard und setzt auf moderne Ziegelfertigwände gefüllt mit dem Vulkangestein Perlit.
Architektur für Gemeinschaft und Rückzug
Die möblierten Ein- und Zwei-Zimmer-Appartements mit Wohnflächen zwischen 23 und 52 m2 sind auf unmittelbare Bezugsfertigkeit ausgelegt. Ergänzt wird das Angebot durch zehn barrierefreie Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen mit bis zu 116 m2.
Architektonisch gruppieren sich die vier Vollgeschosse um ein begrüntes Atrium. Dieses bildet das Herzstück der Anlage: ein geschützter Innenhof, der gleichermaßen Rückzugsort und sozialer Treffpunkt ist. Er sorgt außerdem für helle Wohnräume und einen Blick ins Grüne. Der Dachgarten mit Sitzgelegenheiten und Freizeitangeboten schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität.
23 Monate von Baubeginn bis Einzug: Effizienz durch industrielle Vorfertigung
Das Grundstück in der Poststraße wurde bereits 2015 erworben, der Rückbau des Bestandsgebäudes aus den 1970er-Jahren erfolgte 2023. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 geplant, sodass die geförderten Appartements rechtzeitig zum Ausbildungsbeginn bzw. zum Wintersemester 2026/27 bezogen werden können.
Ein wesentlicher Faktor für den zügigen Baufortschritt ist der Einsatz vorgefertigter Ziegelsysteme. Die Bauelemente werden regional produziert und ermöglichen eine schnelle Montage vor Ort – mit bis zu einem Geschoss pro Tag. Neben der Zeitersparnis reduziert diese Bauweise auch die Belastung durch Lärm und Baustellenverkehr.
Die Fertigwände bestehen aus massiven Ziegeln mit integrierter mineralischer Perlitfüllung. Diese sorgt für eine hohe Wärmedämmleistung, sodass zusätzliche Dämmschichten entfallen können. Ergänzt wird das Energiekonzept durch ein Nahwärmenetz, Fußbodenheizung und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Der Ziegelhersteller präsentiert dieses und weitere Referenzprojekte auch auf seiner Website. Dort berichten auch Baubeteiligte über die Besonderheiten der jeweiligen Projekte.

25 Jahre Perlit im Ziegelbau
Die energetischen Anforderungen an Gebäude haben sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verschärft. Bereits Mitte der 1990er-Jahre stellte die Weiterentwicklung der Wärmeschutzvorgaben die Ziegelindustrie vor neue Herausforderungen: Klassische Porosierungsverfahren stießen an ihre Grenzen, wenn zugleich Tragfähigkeit und Dämmleistung gewährleistet bleiben sollten.
Die Integration des vulkanischen Naturmaterials Perlit durch Schlagmann Poroton markierte einen technologischen Wendepunkt. Sie ermöglichte es, monolithische Bauweisen beizubehalten und gleichzeitig die gestiegenen Anforderungen zu erfüllen. Nach der Patentierung, deren 25-jähriges Jubiläum nun ansteht, etablierte sich die Technologie ab 2001 am Markt und wurde sukzessive weiterentwickelt.
Weiterentwicklung im Fokus
Mit Blick auf steigende Baukosten und wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit gewinnen langlebige, ressourcenschonende Bauweisen zunehmend an Bedeutung. In diesem Kontext treibt Schlagmann Poroton die Weiterentwicklung mineralischer Baustoffe weiter voran.
Eine aktuelle Innovation stellt der POROTON-T6 mit einer Wärmeleitzahl von 0,060 dar, der speziell für den Wohnungsbau im privaten Segment entwickelt wurde. Verschiedene Umweltzertifizierungen bescheinigen dem Material eine hohe Verträglichkeit für Gesundheit und Umwelt – ein Aspekt, der für Bauherren und Investoren gleichermaßen an Relevanz gewinnt.



