Tag der Bauindustrie: Wir müssen was fürs Klima machen

Der Tag der Bauindustrie am 19. Mai stand im Lichte der sich abzeichnenden Transformation hin zur CO2-Neutalität. Dass wir was fürs Klima machen müssen, ist in der Bauindustrie angekommen, so Bauindustrie-Präsident Peter Hübner, der Bau ist Schlüsselsektor für die Erreichung der Klimaziele. Dazu forderte Hübner mehr Wissen über CO2-Emissionen, Lebenszyklusverständnis sowie eine Ansprache der Akteure der jeweiligen Phasen. Bezogen auf die aktuellen Materialengpässe forderte Hübner weniger Drittland-Importe, mehr Produktion und Handel im europäischen Binnenmarkt sowie die Nutzung inländischer Baustoffe, aber auch weniger Primärbaustoffproduktion, dafür mehr Kreislaufwirtschaft und Recycling. Die Ziele ließen sich nur durch Einbindung des Know-hows der Bauindustrie erreichen. Raus aus den Silos und rein in eine kooperative Zusammenarbeit, so Hübner.

Bauministerin Klara Geywitz erwiderte, dass die Bauindustrie mindestens so von der anstehenden Transformation betroffen sei wie Automotive-, Stahl- oder Chemieindustrie, über die jedoch mehr gesprochen werde. In zehn Jahren würden Baustellen und Gebäude anders aussehen als heute. Zum Beispiel würde serielles und modulares Bauen, welches nicht mit der ungeliebten Platte zu verwechseln sei, weniger Arbeitskräfte benötigen, Bauzeiten reduzieren und Kosten dämpfen. Geywitz betonte, dass Forschung und Förderung grundsätzlich technologieoffen und materialneutral erfolgen. Eine verlässliche KfW-Förderung soll es im Zusammenhang mit dem QNG-Siegel geben. Für das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen schlugt sie Zielvorgaben wie den CO2-Fußabdruck vor, die Details sollten jeweils die Techniker machen.

Mehr unter www.tag-der-bauindustrie.de

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