Forschungskolloquium Suffizienz im Gebäudebereich

Call for Papers bis 26. Januar 2024

Wie lässt sich Suffizienz auf Gebäudeebene integrieren? Wie bildet sich Gebäudesuffizienz auf Quartiersebene oder Policy-Ebene ab? Dem am 7. Juni 2024 stattfindenden 3. Lowtech Symposium vorangestellt lädt das BBSR gemeinsam mit dem Natural Building Lab (NBL) Forschende und Promotionsstudierende zu einem zweitägigen Kolloquium nach Berlin ein. Das Kolloquium schafft mit Arbeitskreisen die Möglichkeit, das eigene Forschungsvorhaben vorzustellen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Im Rahmenprogramm des anschließenden Symposiums wird es Raum für eine Posterausstellung sowie einen übergreifenden Kurzimpuls mit Einblicken in die Forschung des Kolloquiums geben. Zudem besteht die Möglichkeit einer Veröffentlichung gemeinsam mit dem Tagungsband des Symposiums. Einen Eindruck von den letzten beiden Lowtech Symposien gibt es hier: https://www.zukunftbau.de/veranstaltungen/fachsymposium-lowtech

Das Kolloquium orientiert sich an folgenden Themen und Forschungsfragen:

Raum

Die gebaute Umwelt definiert Räume für Wohnen, Arbeit und Freizeit, gestaltet Stadträume und umfasst das gesellschaftliche Miteinander. Von kleinen Siedlungen und Städten bis hin zu Megacitys verbinden Gebäude und Wege das tägliche Leben. Mit ihrer Aufteilung, Funktion und Gestalt erfüllen Gebäude Bedürfnisse, schaffen aber auch Konsum, Bewegung und Identifikation. Damit ergeben sich wesentliche Implikationen im räumlichen Bezug eines einzelnen Gebäudes in Resonanz mit seinem Quartier, der Kommune oder Region.

  • Wie sehen Suffizienzstrategien für Gebäudegestaltung und Stadtplanung aus?
  • Welches Potenzial tragen kommunale oder nationale Suffizienzstrategien und -politiken?
  • Welche Rolle spielen prozessuale Veränderungen in Planung und Bau (bspw. Partizipation, Vergesellschaftung, Gemeinwohlorientierung)?

Material

Gebäude bestehen aus zahlreichen Werkstoffen unterschiedlichster Materialität. Angesichts knapper Rohstoffe und der in Bauwerken enthaltenen Energie stellt der Gebäudebestand einen wesentlichen Bestandteil der Ressourcensuffizienz dar. Während aktuelle Strategien zur Erreichung der Klimaneutralität eine technikfokussierte Perspektive auf Effizienz und Kreislauffähigkeit haben, sind Suffizienzstrategien mit materiellem Fokus unterrepräsentiert.

  • Welchen Einfluss haben Suffizienzstrategien auf die energetische Sanierung von Gebäuden?
  • Welche Potenziale tragen alternative Materialien, Bautechniken und Grundrissgestaltung in Richtung Materialsuffizienz im Gebäudebestand?
  • Welche Veränderungen bez. Materialströmen und Fachkräftebedarfen ergeben sich bei stärkerer Berücksichtigung von Suffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich?

Gebrauch

Suffizienz ist mit nicht technischen Ansätzen gesellschaftlicher Transformationsprozesse verbunden. Sie kann jedoch Defizite von Effizienzmaßnahmen kompensieren, wie sie bspw. in Form von Rebounds oder Performance Gaps auftreten, und fordert die Sensibilisierung und Einbindung der beteiligten Akteur:innen.

  • Wie kann eine suffizienzorientierte Bedarfsplanung angegangen und umgesetzt werden?
  • Wie können Verbrauchskorridore ermittelt (z. B. thermische Behaglichkeit, Flächenverbrauch) und im Sinne eines bewussten und angemessenen Nutzer:innenverhaltens umgesetzt werden?

Die Abstracts sollten maximal 3000 Zeichen umfassen, deutsch- oder englischsprachig sein, und sich auf einen der drei Themenblöcke beziehen. Einsendung bis zum 26. Januar 2024 an Annika Hock annika.hock@bbr.bund.de.

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