Green Buildings: das Potenzial der Außenanlagen

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Nachhaltige Bauprojekte nehmen zu. Was beim nachhaltigen Bauen oft vernachlässigt wird: auch die Gestaltung der Außenanlagen trägt maßgeblich zum Ressourcen- und Klimaschutz bei.

Im Bundesbau ist das nachhaltige Bauen seit vielen Jahren ein selbstverständlicher Teil des Planungs- und Bauprozesses. Auch private und privatwirtschaftliche Bauherren legen zunehmend Wert auf grünes Bauen. Das globale Marktvolumen für energieeffiziente Gebäude etwa soll sich bis 2030 fast verdreifachen.

Zertifikate, die die Nachhaltigkeit eines Gebäudes bescheinigen, gibt es inzwischen ebenfalls einige. Neben den internationalen Systemen LEED und BREEAM führen in Deutschland die Zertifikate der DGNB und des BNB den Markt an. Was alle Zertifizierungssysteme gemeinsam haben: sie legen einen starken Fokus auf das Gebäude an sich. Die zugehörigen Außenanlagen spielen meist nur eine untergeordnete Rolle in der Bewertung, gleichwohl sie großes Potenzial für klimaresilientes und zukunftsfähiges Bauen bergen.

Weniger Ressourcen, mehr Nachhaltigkeit

Primärrohstoffe einzusparen ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum nachhaltigen Bauprodukt. Viele Hersteller sind hier bereits aktiv und bieten z. B. Pflastersteine aus RC-Beton an. ­Einen ganz eigenen und innovativen Weg geht der deutsche ­Hersteller HÜBNER-LEE: Für sein innovatives Rasengitter TTE ­MultidrainPLUS, das neben der Begrünung auch mit Pflastersteinen befüllt werden kann, recycelt HÜBNER-LEE als eines von wenigen Unternehmen sog. Post-Consumer-Kunststoffe. Dahinter verbirgt sich Haushaltsmüll, der im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt wurde.

Ein Großteil dieses Mülls wird noch immer verbrannt und ist so für den Materialkreislauf verloren. Neben dem Verlust eines wertvollen Rohstoffs entstehen bei der Verbrennung Emissionen, die den Klimawandel weiter befeuern. Hier setzt HÜBNER-LEE an und macht aus diesem Kunststoffmüll einen wertvollen Sekundärrohstoff: Allein im Jahr 2021 hat HÜBNER-LEE ganze 14.000 t Plastikmüll verarbeitet und dadurch im Vergleich zur Verbrennung 35.000 t CO2e vermieden.

Langlebigkeit – über die Nutzungsdauer hinaus

Die TTE MultidrainPLUS Gitterelemente sind nicht nur hoch belastbar und für den Schwerlastverkehr zugelassen, sondern auch ex­trem langlebig. Mit gängigen wasserdurchlässigen Belägen wie Sickerpflastern kann es das innovative System bei Weitem aufnehmen. Auch die positiven Materialeigenschaften des recycelten Kunststoffs tragen dazu bei. So ist das Kunststoffgitter TTE z. B. unempfindlich gegen Frost – Betonsteine sind das häufig nicht. Und: die Produkte sind im Sinne der Kreislaufwirtschaft immer und immer wieder recycelbar.

HÜBNER-LEE nimmt Elemente, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, zurück und führt sie der Produktion wieder zu. Und das zu niedrigeren Kosten, als für die übliche Entsorgung anfallen. Ein weiterer Beitrag zur Ressourcenschonung.

Nachhaltige Bauprodukte sollten aber nicht nur anhand des verwendeten Materials ausgewählt werden. Auch durch ihre Funktionalität können sie einen entscheidenden Beitrag zum Entstehen zukunftsfähiger Quartiere leisten.

Nachhaltigkeit durch blau-grüne Infrastruktur

Gerade der urbane Raum ist von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Der Temperaturunterschied kann in Städten im Vergleich zu ländlichen Regionen an heißen Tagen bis zu 10 °C betragen. Eine enorme Differenz, die die Lebensqualität erheblich reduziert.

Lösungen zur unversiegelten Flächenbefestigung schaffen hier Abhilfe. Werden sie großzügig in den urbanen Raum integriert, helfen sie, Hitzeinseln zu reduzieren. Eine wissenschaftliche Studie, die 2019 während vier verschiedener Hitzewellen in Frankreich durchgeführt wurde, hebt die Leistungen des TTE-Systems hervor: Flächen, die mit dem innovativen Rasengitter befestigt wurden, sind im Schnitt 6 °C kühler als asphaltierte Flächen.

Gleichzeitig können unversiegelte Flächen urbanen Sturzfluten entgegenwirken. Auch hier beeindruckt das TTE-System mit ­seiner herausragenden Versickerungsleistung von bis zu 328.000 l/(s · ha) und einem Wasserspeicher von 100 l/m2. Selbst stärkste Niederschläge, die, wie dieses Jahr deutlich gezeigt hat, global zunehmen werden, werden dezentral versickert und zeitverzögert an den Untergrund abgegeben. Bei konventionellen ­Sickerbelägen hingegen fließt das Niederschlagswasser bei ­problematischen Regenmengen zum Großteil oberflächig ab. TTE-Flächen sind dadurch eine wirkungsvolle Maßnahme, um Hochwassern vorzubeugen.

Planungssicherheit dank EPD

Um Planern und Architekten verlässliche Zahlen bereitstellen zu können, hat HÜBNER-LEE für TTE MultidrainPLUS eine EPD (Umweltproduktdeklaration) erarbeitet, die vom Institut Bauen und Umwelt e. V. verifiziert ist. Von der Produktion über die Lieferung und Nutzung bis hin zu verschiedenen Entsorgungsszenarien werden alle umweltrelevanten Eigenschaften des Produkts transparent kommuniziert.

Betrachtet man die EPD von TTE MultidrainPLUS und vergleicht sie mit den Ergebnissen klassischer Pflastersteine, wird deutlich, dass TTE in Bezug auf die CO2e/m² deutlich besser abschneidet. Die Emissionen bei der mit Pflastersteinen befüllten Variante TTE PFLASTER sind um mehr als die Hälfte geringer.

Um die Produktion und den Transport von TTE CO2-kompensiert anbieten zu können, investiert HÜBNER-LEE darüber hinaus in zertifizierte Klimaschutzprojekte.

www.huebner-lee.de


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