Sanieren lohnt sich

DBU-Initiative Zukunft Zuhause gibt Tipps

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vermittelt mit ihrer nationalen Informationskampagne Zukunft Zuhause – Nachhaltig sanieren einen kompakten und unabhängigen Überblick zum Thema Sanierung. Adressaten sind Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die ihre Ein- oder Zweifamilienhäuser energetisch fit für die Zukunft machen wollen – von Dämmung bis Photovoltaik. Hauptziele dabei: niedrigere Kosten, geringerer Energieverbrauch, weniger Treibhausgasemissionen und also mehr Klimaschutz.

Damit es kein frostiges Erwachen gibt

Gezielte Sanierungsmaßnahmen lohnen sich: schlecht gedämmte Wände, zugige Fenster, alte Heizsysteme – im Winter kann das zu einem frostigen Erwachen im Eigenheim führen. Allein durch das Dach unsanierter Häuser können bis zu 20 % der Wärme entweichen. Von der Dämmung bis zur Installation energieeffizienter Fenster und moderner Heiz- und Kühlsysteme: eine Sanierung zahlt sich für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mehrfach aus. Sanierte Häuser brauchen bis zu 90 % weniger Energie. Das spart Heizkosten und erhöht sowohl die Lebensqualität als auch den Wert des Hauses. Modernisierte Gebäude sind attraktiver für potenzielle Käufer oder Mieter – mit Aussicht auf eine höhere Rendite.

Versorgungssicherheit selbst in Krisenzeiten

Auch Investitionen in energieeffiziente Technologien und der Einsatz von erneuerbaren Energien, etwa durch den Bau einer Solaranlage, sind sinnvoll. Die Vorteile: Versorgungssicherheit selbst in Krisenzeiten und Unabhängigkeit sowohl von Preisschwankungen fossiler Brennstoffe als auch russischem Erdgas. Das Zuhause wird dank Sanierung und Investitionen in erneuerbare Energien zu einem Energie-Allrounder – effizient, nachhaltig, unabhängig. Denn Ein- und Zweifamilienhäuser sind für ungefähr zwei Drittel des Ausstoßes von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) im Wohngebäudebereich verantwortlich – obwohl lediglich 28 % der deutschen Bevölkerung dort wohnen. Deswegen muss dringend viel und v. a. schnell saniert werden.

Förderprogramme im Blick behalten

Seit Januar ist das neue Gebäudeenergiegesetz, auch bekannt als Heizungsgesetz, in Kraft. Dadurch wurden zugleich div. Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) angepasst. Die KfW betreut nun die Förderung der Heizungsmodernisierung sowie die Kreditprogramme zur Sanierung des gesamten Gebäudes. Die Bafa fördert die Energieberatung und Einzelmaßnahmen am Gebäude. Details zu diesen Förderprogrammen folgen demnächst.

Sanierungskredite in Anspruch nehmen

Die Investition in Dämmung lohnt sich langfristig, ähnlich wie ein Aktienfonds. Falls das Geld nicht sofort verfügbar steht, können Sanierungskredite in Anspruch genommen werden, die wegen der jährlich erzielten Einsparungen zu kompensieren sind. Der Staat übernimmt außerdem die Hälfte der Planungskosten von Energieeffizienzexperten. Seit Inkrafttreten des Heizungsgesetzes Anfang des Jahres wird der Einbau einer Wärmepumpe mit einer Basisförderung von 30 % unterstützt. Auch hier lohnt sich jedoch eine genauere Recherche. Denn je nach individuellen Bedingungen sind durchaus höhere Fördersätze möglich. Eines gilt auf jeden Fall: Diese Möglichkeiten sollte man nutzen.

Unsanierte Gebäude und Wohnungen bergen gesundheitliche Risiken

Es gibt noch weitere Aspekte bei einer Sanierung: Unsanierte Gebäude bergen gesundheitliche Risiken, etwa durch Schimmel und veraltete Elektrik. Eine professionelle Dämmung verhindert ein Abkühlen der Wände und beugt Pilzbefall vor. Ein energieeffizientes Zuhause verbessert zudem das Raumklima – im Winter wohlig warm, im Sommer angenehm kühl. Es ist überdies sinnvoll, ohnehin anstehende Modernisierungsmaßnahmen mit einer energetischen Sanierung zu verbinden: Steht erst einmal ein Gerüst, bieten sich zugleich weitere Verbesserungen an – vom neuen Anstrich über einen frischen Außenputz auf dem Wärmedämmverbundsystem bis hin zu einer intakten Dachentwässerung.

Energieberatung hilft bei der Sanierung

Vor dem Start einer Sanierung sind gründliche Infos notwendig; hilfreich dürften dabei Energieberater:innen sein, wenn es um folgende und andere Fragen geht: Was ist technisch machbar? Wie sind Sanierungsmaßnahmen effizient umzusetzen? Welche Förderungen kommen infrage? Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Energie und Kosten zu sparen und zugleich Klimaschutz voranzubringen. Eine nachhaltige Zukunft beginnt in den eigenen vier Wänden.


DBU-Initiative Zukunft Zuhause
https://www.zukunft-zuhause.net

Jobs

ähnliche Beiträge

4. PEFC-Forum Nachhaltig handeln und kommunizieren

4. PEFC-Forum am 3. Juli in Berlin zum Thema Nachhaltig handeln, nachhaltig kommunizieren: den Rohstoff Holz ins rechte Licht rücken.

Mauerwerk-Kalender 2024

Mauerwerk-Kalender 2024 dient als solide Arbeitsgrundlage und aktuelles Nachschlagewerk für Planung und Ausführung von Mauerwerk aller Art.

Reduktion der sommerlichen Überhitzung

Beitrag in der Zeitschrift Bauphysik: Reduktion der sommerlichen Überhitzung durch ökologische Innenwände im Holzbau.