Hoffnungshaus: nachhaltig wohnen und hoffnungsvoll gestalten 

DGNB Sustainability Challenge 2025 Sonderpreis “Social Impact” 

Bezahlbarer Wohnraum ist vielerorts Mangelware – ebenso wie gelebte gesellschaftliche Teilhabe. Beides zusammenzubringen ist das Ziel der Hoffnungsträger Stiftung, weshalb sie die sogenannten Hoffnungshäuser entwickelt hat. An zehn Standorten in Deutschland – vier weitere sind derzeit in Planung – leben hier Menschen mit und ohne Fluchthintergrund in gemeinschaftlicher Nachbarschaft. Das integrative Wohnkonzept steht für mehr als nur ein Dach über dem Kopf: Es fördert aktive Teilhabe, gemeinsames Lernen und ein Miteinander auf Augenhöhe.  

Architektur, die verbindet  

Die Hoffnungshäuser werden in modularer Holzständerbauweise seriell errichtet – effizient, ressourcenschonend und mit Blick auf ökologische wie soziale Nachhaltigkeit. Die Gebäude zeichnen sich durch eine reduzierte, natürliche Gestaltung aus, etwa mit geschwungenen Balkonen, klaren Linien und recycelbaren Materialien wie Trockenestrich.   

Nachhaltigkeit weitergedacht  

Neben der sozialen Dimension spielt ökologische Verantwortung eine zentrale Rolle. Dachbegrünung, Regenwasserversickerung und Urban Gardening gehören zur baulichen Grundausstattung. Ziel ist eine klimaangepasste Architektur, die Biodiversität fördert und gleichzeitig lebendige Orte der Begegnung schafft – für Menschen, Pflanzen und Tiere. So entsteht ein Wohnkonzept, das auch auf größere Städte oder neue Quartiere übertragbar ist.  

Zusammen wohnen – Leben teilen 

 Ein wesentliches Merkmal der Hoffnungshäuser ist die aktive Nachbarschaft: Gemeinschaftsräume, Außenflächen und Begegnungsorte sind integraler Bestandteil. Die Bewohnerinnen und Bewohner engagieren sich füreinander und bringen ihre Erfahrungen, Kulturen und Kompetenzen ein. Diese Vielfalt ist gewollt – und wird aktiv moderiert. Das Miteinander wird vor Ort durch die Standortleitung professionell begleitet, die mit im Haus lebt. Empowerment wird hier zu einer gelebten Realität: in vielen Begegnungen und konkreten Angeboten wie Beratung, Bildungsangeboten und gemeinsamer Freizeitgestaltung ebenso wie in echten interkulturellen Freundschaften auf Augenhöhe.  

Mehr als nur Wohnen  

Was in den Hoffnungshäusern beginnt, wirkt weit über ihre Grundstücksgrenzen hinaus. Die Projekte werden bewusst ins Quartier eingebunden, schaffen Verbindung zur Kommune und öffnen sich für die Nachbarschaft.  „Wir bauen nicht nur Häuser, wir gestalten nachhaltig und hoffnungsvoll. Gesellschaft“, fasst Angelika Röhm, Geschäftsführerin Hoffnungshaus®, zusammen. Die Hoffnungshäuser zeigen eindrucksvoll: Bezahlbarer Wohnraum kann mehr sein als funktional. Er kann schön sein – in Gestaltung, Wirkung und Haltung. 


Mehr unter www.hoffnungstraeger.de 

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