Ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Umbauen von Fassaden


Gegenüberstellung aus der Innenansicht: a) neues Fensterelement, b) altes Fensterelement, Quelle: Bernd Köhler/ILEK
Gegenüberstellung aus der Innenansicht: a) neues Fensterelement, b) altes Fensterelement, Quelle: Bernd Köhler/ILEK

Das Forschungsprojekt „Ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Umbauen von Fassaden“ befasst sich mit der Fassadenerneuerung von Nichtwohngebäuden aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Das Ziel besteht darin, die bauphysikalische Leistungsfähigkeit der Fassaden zu steigern und zugleich deren gestalterische Qualitäten aufzuwerten. Dabei soll die bestehende Bausubstanz möglichst umfassend erhalten bleiben, um graue Emissionen und Bauabfälle zu minimieren. Im Rahmen dieser Studie wurden verschiedene Lösungsvarianten für die nachhaltige Erneuerung und Instandsetzung von Fassadenflächen erarbeitet. Hierbei wurden bewährte Bautechniken mit innovativen und ökologischen Materialien durch einen Variantenvergleich miteinander kombiniert und auf ihre jeweilige Performance geprüft. Das Universitätsgebäude im Pfaffenwaldring 4f, das ursprünglich für einen Rückbau vorgesehen war, wird im Projekt als Case Study genutzt. Die im Projekt getesteten Lösungen sind vielseitig. Im Brüstungsbereich wurden Holztafelbauelemente mit Aerogel- und Korkdämmung sowie zwei multifunktional-gradierte Betonfassadenelemente exemplarisch umgesetzt. Im Fensterbereich kam ein aufgesetztes Aluminiumprofilsystem mit Vakuumglas zum Einsatz. Die Lösungen zielen darauf ab, einen reduzierten Materialeinsatz und einen minimalinvasiven Umbau mit möglichst großer bauphysikalischer Wirkung zu erproben.

Blandini, L.; Chwalek, K.; Bolay, J.; Haufe, C. N.; Köhler, B. (2026) Ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Umbauen von Fassaden. Stahlbau 95, Sonderheft Glasbau & Fassade, Ausgabe 1, S. 73–81. https://doi.org/10.1002/stab.70082

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