»Suffizienz« – ein altes neues Prinzip des (Um)Bauens und der Stadtentwicklung

Teil 3/5 KAP Forum Newsletter



Prof. Christa Reicher, Professorin für Städtebau an der RWTH Aachen, zeigt auf, dass die Herausforderungen nachhaltigen Bauens seit Jahrzehnten bekannt sind, jedoch nur unzureichend umgesetzt werden. Bereits seit den 1960er- und 1970er-Jahren existieren Visionen einer ressourcenschonenden Stadt, doch technologische Ansätze allein reichen nicht aus. Im Mittelpunkt steht daher die „Suffizienz“ – ein bewusstes Maßhalten bei Ressourcenverbrauch und Konsum zugunsten von Lebensqualität und Umwelt. Der Bausektor trägt erheblich zu CO₂-Emissionen und Abfall bei, weshalb Umnutzung, Sanierung und flexible Nutzung von Gebäuden entscheidend sind. Neben Effizienz und Konsistenz bildet Suffizienz die dritte Säule der Transformation, da sie auf eine absolute Reduktion von Energie- und Ressourcenverbrauch abzielt. Auch in der Mobilität wird deutlich, dass technische Lösungen ohne Verhaltensänderungen nicht ausreichen. Eine suffiziente Stadt setzt auf Nutzungsmischung, kurze Wege und anpassungsfähige Strukturen. Insgesamt erfordert die Klimawende ein Umdenken hin zu einem integrierten Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technik.

WENIGER IST MEHR

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Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Inhaberin des Lehrstuhls für Städtebau und Entwerfen und Direktorin des Instituts für Städtebau und Europäische Urbanistik an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University; Quelle: Peter Winandy
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Inhaberin des Lehrstuhls für Städtebau und Entwerfen und Direktorin des Instituts für Städtebau und Europäische Urbanistik an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University; Quelle: Peter Winandy

KAP Forum: Weniger ist mehr Teil 3

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