Teil 4/5 KAP Forum Newsletter

Hilmar von Lojewski, Beigeordneter für Stadtentwicklung beim Deutschen Städtetag, beschreibt die Notwendigkeit einer grundlegenden Transformation im Planungs- und Bauwesen, um Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Städte sollen hierbei zentrale Treiber sein, stehen jedoch unter starkem finanziellem und regulatorischem Druck. Das bisherige Nachhaltigkeitsdreieck gilt als unzureichend, da es oft unverbindlich angewendet wird. Ergänzend wird daher ein Suffizienzdreieck aus Effizienz, Konsistenz und Adäquanz vorgeschlagen, das nachhaltiges Handeln messbarer und verbindlicher macht. Im Mittelpunkt steht die Reduktion von Ressourcenverbrauch ohne Verlust an Lebensqualität. Für die Baupraxis bedeutet dies eine klare Priorisierung: Erst Bestand erhalten und erneuern, dann erweitern, Neubau nur als letzte Option. Entscheidungen sollen anhand konkreter Kriterien wie Bedarf, Nutzung und Ressourceneinsatz getroffen werden. Ziel ist ein verbindlicher politischer Rahmen, der Suffizienz konsequent umsetzt und ein „Weiter so“ verhindert.
WENIGER IST MEHR
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