Vom Fenster zur Ressource – Glas im Wandel zur zirkulären Baukomponente


CO2-Äquivalente im Hochbau in Mio. t, Quelle: DENA Gebäudereport 2022
CO2-Äquivalente im Hochbau in Mio. t, Quelle: DENA Gebäudereport 2022

Glas weist aufgrund seiner energieintensiven Herstellung einen hohen Anteil sogenannter „grauer Energie“ auf und beeinflusst über seine bauphysikalischen Eigenschaften den Energiebedarf von Gebäuden im Betrieb. In Deutschland sind derzeit noch über 150 Mio. Fenstereinheiten mit unbeschichteten Zweifach-Isoliergläsern verbaut, die in den kommenden Jahren ersetzt werden müssen. Die Aufbereitung, Ertüchtigung und erneute Nutzung ausgebauter Glasscheiben bieten ein erhebliches Potenzial zur Reduktion von CO2-Emissionen. Der Beitrag untersucht anhand aktueller Fallstudien, wie ein solches Vorgehen technisch umgesetzt werden kann. Zentrale Aspekte sind der Umgang mit der visuellen Qualität und die Bestimmung der Festigkeit ausgebauter Glasscheiben sowie die Herstellung neuer Isolierglaseinheiten unter Verwendung dieser Bestandskomponenten. Die Ergebnisse zeigen, dass Remanufacturing-Konzepte einen wirksamen Ansatz darstellen, um Materialkreisläufe im Bereich Flachglas zu schließen und Ressourcen zu schonen.

Wernli, S.; Scholz, H. I.; Schuster, M.; Teich, M. (2026) Vom Fenster zur Ressource – Glas im Wandel zur zirkulären Baukomponente. Stahlbau 95, Sonderheft Glasbau & Fassade, Ausgabe 1, S. 16–26. https://doi.org/10.1002/stab.70081

Jobs

ähnliche Beiträge

Digitaler DGNB Jahreskongress 2026

Der DGNB Jahreskongress 2026 bietet Einblicke in Klimaschutz, Transformation und internationalen Dialog im nachhaltigen Bauen.

Zukunft Bau geht in die nächste Förderrunde

Das BMWSB startet eine neue Förderrunde für Forschungsprojekte im Bauwesen, mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz.

Vom Bio-Klebstoff bis zur klimaneutralen Speicherstadt

Die DGNB hat die Finalisten der Sustainability Challenge 2026 bekanntgegeben. Projekte in Innovation, Start-up und Forschung stehen im Fokus.