Viel hilft viel oder ist weniger mehr?

Die polis Convention will viel, wächst weiter und erreicht auch manches. Also alles gut? So ist es quantitativ auch mit dem polis Award, der sich Preis für Städtebau und Immobilienwirtschaft nennt. Es werden immer mehr Kategorien, es geht irgendwie um die Stadt und am Ende bekommt jeder zweite einen Preis; genau genommen sogar drei Fünftel. Plural wäre angemessen; auch was die Schreibweisen angeht. Das läuft vielleicht alles so locker und zufrieden durch, weil die hochkarätige Jury mehr oder weniger mit der eigenen „Bubble“ besetzt ist. So scheint die einzige Ingenieurin in der Runde Christine Lemaire von der DGNB zu sein, die ja letztlich auch eher die sicher wichtigen Nachhaltigkeitsthemen vertritt.
Es sind also acht Kategorien mit jeweils drei Preisträgern und noch einem Community-Preis. Selbst das Aufzählen aller Kategorien würde erschlagen. Zumindest ist für jeden was dabei – ist ja auch was. Aber dann, man sieht es schnell, kann auch mit Absichtserklärungen und schönen Renderings das Projektmarketing aus sich selbst heraus befeuert werden. Die Zukunftsziele sind rasch zustimmungsfähig, aber ein ungutes Gefühl bleibt trotzdem. Jetzt ist der Platz schon weg und es wurde noch kein Preisträger in den Himmel gehoben. Das wird hier auch nix mehr, seht selber.
Gut, das Haus (fast) ohne Heizung, Kühlung und Lüftung sowie auch ohne Tiefgarage und Keller in Ingolstadt als Gebäudetyp-E-Pilotprojekt gefällt mir am besten und ist auch schon seit Ende 2025 fertig.

