Fokus auf Klimawirkung, soziale Ausgewogenheit und die Sanierung besonders ineffizienter Gebäude

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) steht vor einer umfassenden Neuausrichtung. Ziel der Reform ist es laut Bundeswirtschaftsministerium, die verfügbaren Fördermittel stärker auf Maßnahmen mit hoher Klimawirkung und auf besonders sanierungsbedürftige Gebäude zu konzentrieren. Dabei bleibt die grundsätzliche Förderstruktur erhalten: Heizungsförderungen werden weiterhin über die KfW abgewickelt, während Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik und Heizungsoptimierung über das BAFA gefördert werden.
Ein zentraler Schwerpunkt der Reform liegt auf dem sogenannten „Worst-First“-Ansatz. Gebäude mit besonders schlechtem energetischem Zustand sollen künftig stärker von Förderanreizen profitieren. Gleichzeitig sollen Förderprogramme einfacher, zielgerichteter und sozial ausgewogener gestaltet werden. Nach Angaben des Bundesministeriums werden insbesondere Haushalte mit geringeren Einkommen sowie Familien weiterhin besonders unterstützt.
Im Bereich der Heizungsförderung bleibt der Fokus auf klimafreundlichen Wärmeerzeugern wie Wärmepumpen, Biomasseanlagen oder dem Anschluss an Wärmenetze bestehen. Die Förderhöhe wird künftig noch stärker an den jeweiligen Rahmenbedingungen ausgerichtet. Zudem sind degressive Fördermodelle vorgesehen, die frühzeitige Investitionen belohnen und gleichzeitig langfristige Planungssicherheit schaffen sollen.
Auch bei den Effizienzmaßnahmen sind Änderungen geplant. Die Förderung von Dämmmaßnahmen, Fenstertausch oder moderner Anlagentechnik soll stärker auf die tatsächliche energetische Verbesserung eines Gebäudes ausgerichtet werden. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) bleibt weiterhin ein wichtiges Instrument, wird jedoch im Zuge der Reform angepasst. Ergänzend sollen neue Bonusregelungen zusätzliche Anreize für besonders wirksame Sanierungsschritte schaffen.
Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet dies, dass energetische Sanierungen auch künftig gefördert werden. Gleichzeitig steigt die Bedeutung einer strategischen Sanierungsplanung, da Fördermittel künftig noch stärker an Effizienzgewinne, CO₂-Einsparungen und den Zustand des Gebäudes gekoppelt werden.
Sozialer, effizienter und fokussierter: die neue Gebäudeförderung
Bundeswirtschaftsministerium 2026
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/P-R/pressepapier-reform-der-gebaeudefoerderung.pdf?__blob=publicationFile&v=2


