Balthasar Neumann Preis 2023 – nachhaltig und interdisziplinär

Studierendenwohnheim CampusRO gewinnt

Im Rahmen der Messe BAU 2023 gab der BDB gemeinsam mit der DBZ den Balthasar Neumann Preis 2023 bekannt. Die Jury unter Vorsitz von Jun.-Prof. Jutta Albus, TU Dortmund, kürte den facettenreichen Neubau des Studierendenwohnheims CampusRO in Rosenheim auf dem Gelände einer ehemals zu 100 % versiegelten Gewerbefläche zum Sieger. Das kommunikative Wohnprojekt in Holz-Hybridbauweise umfasst 211 Apartments für Studierende sowie ein Boardinghaus. Die flächensparende Grundrisskonzeption sowie die angestrebten Energiestandards eines KfW-40-plus-Hauses auf Basis des Passivhausstandards konnten nur durch die frühzeitige integrale Zusammenarbeit aller Beteiligten und die gemeinsame Arbeit am zuvor erstellten BIM-Modell mit den ausführenden Unternehmen erreicht werden.

Balthasar Neumann Preis 2023 für CampusRO: Tobias Götz (PIRMIN JUNG), Christian Schlüter (ACMS Architekten), Peter M. Astner (CampusRO) und Wolfgang Bogner (ECKPFEILER Immobilien)
Quelle: Bernhard Hauke

Die Jury würdigte insbesondere das kommunikative Miteinander des studentischen Wohnens und die gesamtheitliche Herangehensweise in Planung und Umsetzung des Projekts.

Studierendenwohnheim CampusRO
Quelle: Sigurd Steinprinz
  • Bauherrin: CampusRO, ECKPFEILER Immobilien
  • Architektur: ACMS Architekten
  • Statik Holzbau, Bauakustik und Brandschutz: Pirmin Jung Deutschland
  • Statik Massivbau und Architektur ab LP 6: Guggenbichler + Wagenstaller
  • Bauphysik Wärmeschutz: LEICHTphysics
  • Heizung – Lüftung – Sanitär: Ingenieurbüro Lackenbauer
  • Landschaftsarchitektur: studio grüngrau und Stiegler
  • DGNB-Zertifizierung: MNP Ingenieure
  • BIM-Koordination: ODE – office for digital engineering
  • Holzbau: Huber & Sohn

Projektbericht zum CamusRO (nbau 2/2023): www.nbau.org/2023/04/13/campus-rosenheim-nachhaltige-qualitaet-durch-partnerschaftliche-kooperation

Gespräch mit Architekt Christian Schlüter (ACMS) zum CampusRO: www.nbau.org/2023/04/19/im-gespraech-mit-christian-schlueter-zum-campus-rosenheim

Anerkennungen der Jury

Neben dem Preisträger vergab die Jury vier Anerkennungen:

  • Das Holzstrohhaus St. Wunibald auf dem Gelände der Benediktinerabtei Plankstetten von hirner & riehl architekten und LERZER ING+Plan ist ein modernes Seminargebäude im historischen Kontext. Für den Neubau spielten Belange des Denkmalschutzes ebenso eine Rolle wie die Verwendung regionaler ökologischer Baumaterialien zur CO2-Reduktion.

Holzstrohhaus St. Wunibald
Quelle: Sebastian Schels
  • Mit dem Umbau, der Modernisierung und denkmalgerechten Instandsetzung des Getreidespeichers mit Verladebrücke in Hamburg von SEHW Architekten sowie Wetzel von Seht konnte der Charakter des Gebäudes mit der massiven Tragstruktur aus Beton erhalten und einer neuen, architektonisch stimmigen Nutzung zugeführt werden.

Instandsetzung Getreidespeicher Hamburg
Quelle: Jakob Börner
  • Der in zwei Baukörper gegliederte Neubau desKreisarchivs Viersen bildet die beiden wesentlichen Aufgaben eines Archivs – Aufbewahrung und Publikumsverkehr – ab und nimmt Bezug zum städtebaulichen Umfeld. Das Gebäude von DGM Architekten und Kempen Krause Ingenieure dient durch den Einsatz entsprechender Materialien als Baustoffspeicher.

Kreisarchiv Viersen
Quelle: Bildarchiv Monheim
  • Schnoklake Betz Dömer Architekten planten mit ahw Ingenieure in nachhaltiger Bauweise zwei ineinander verschränkte Volumen mit gegenläufigen Pultdächern als neues Eingangsgebäude für das Freilichtmuseum Hagen. Die Einbindung in die Natur macht den Übergang in das Museum sinnlich erfahrbar.

Eingangsgebäude Freilichtmuseum Hagen
Quelle: Caspar Sessler

Preisträger und alle Auszeichnungen des Balthasar Neumann Preis 2023 unter www.balthasar-neumann-preis.de.

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