Nachhaltigkeitssteigerung nichtmetallischer ­Betonbewehrungen durch 3R-Ansätze

Die Bauindustrie wandelt sich von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft, um Ressourcen effizienter zu nutzen und klimaresiliente Baupraktiken zu fördern. Im Zentrum stehen die 3R-Prinzipien: Reduzieren, Wiederverwenden (Reuse) und Recyceln. Der Umstieg von Stahlbeton auf faserverstärkte Verbundwerkstoffe (FVW) unterstützt diesen Wandel: Korrosionsbeständige Fasern verlängern die Lebensdauer der Bewehrung und senken den Betonbedarf. Das Recycling von FVW ist jedoch energieintensiv, erzeugt Schadstoffe und mindert die Materialqualität bei Wiedereinsatz – häufiges Downcycling ist die Folge. Zudem werden weder gebundener Kohlenstoff noch graue Energie aus Herstellung, Transport und Einbau reduziert. Nachhaltiges Bauen erfordert daher den Erhalt nichtmetallischer Bewehrung, solange diese strukturell intakt ist – etwa durch Wiederverwendung ganzer ­Betonplatten.

Erweitertes zirkuläres 3R-Modell für nichtmetallische Bewehrung in der Bauindustrie

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Technologien zur Umsetzung der 3R-Prinzipien im Bauwesen: robotergestützte Fertigung, recycelte Carbonfasern, Bewehrungsreparatur, automatisierter Rückbau und wiederverwendbare Konstruktionen. Ihre Integration in nichtmetallische Bewehrung verbessert die Kreislauffähigkeit von Betonbauteilen und stärkt die materielle Nachhaltigkeit im Bauwesen.


Wen, Y. Z.; Shevkar, P.; Hahn, L.; Le Xuan, H.; Penzel, P. (2025) Nachhaltigkeitssteigerung nichtmetallischer Betonbewehrungen durch 3R-Ansätze.Beton- und Stahlbetonbau 120, H. 9, S. 707–716.

https://doi.org/10.1002/best.70014

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